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Las Vegas WSOP 2006 – Sieger Jamie Gold!

Ein Artikel von Alex Lauzon

Der Hauptbewerb der WSOP 2006, Hold’em No Limit, $ 10.000, ist entschieden. Glückstrahlender Gewinner des goldenen Armbands und $ 12.000.000 ist der 35jährige „Schami“ Gold, Pokeramateur und Filmproduzent aus Malibu, Kalifornien. 8.772 Gegner konnte er hinter sich lassen. Alle bekannten Namen der Pokerwelt blieben auf der Strecke. Der letzte große Herausforderer des Freitzeitspielers war Allan Cunningham. Golds Glückssträhne verwies ihn jedoch auf Platz 4.

Jamie Gold, WSOP Campion 2006 Am Donnerstag zu Mittag trafen sich die letzten neun von 8.773 Teilnehmern des Hauptbewerbes, um, von Zusehern und Fernsehkameras in jeder ihrer Handlungen im Detail beobachtet, zu entscheiden, wer den größten Pokergewinn aller Zeiten, $ 12 Millionen, für sich in Anspruch nehmen darf.

Dan Nassif war der Erste, dessen bescheidener Stack zu Gold wanderte, als er mit A-K gegen 2-2 unterlegen war (Flop: 2-3-5). Für seinen 9. Platz im Turnier kassierte er $ 1,566,858.

Als hoffnungsvoller Vierter im Chipcount ging der 23jährige Schwede, Erik Friberg, an den Tisch. Mit J-J hinkte er in den Pot, um, bei einem Flop niedriger Kartenwerte, gegen Gold All-in zu setzen. Dieser ging mit und zeigte Q-Q. $ 1,979,189 brachte ihm sein 8. Platz.

An 7. Stelle wurde Douglas Kim eliminiert ($ 2,391,520). Ausnahmsweise war es nicht Gold, sondern Paul Wasicka, dessen Q-Q Kims 9-9 dominierten.

Und wieder waren es Pocket-Queens, die Jamie Gold verhalfen, einen weiteren Spieler nach Hause zu schicken. Mit J-J in der Hand wurde Richard Lee an 6. Stelle eliminiert ($ 2,803,851).

Nachdem Jamie Gold Rhett Butler als Fünften ($ 3,216,182) vom Tisch schicken konnte, kam es zur verhängnisvollen Konfrontation für Allen Cunningham. Als Zweiter im Chipcount hatte er den Tag begonnen. Schwache Karten und aggressive Gegner ließen seinen Stack dahinschmelzen. Endlich, als der Flop ein Paar Neunen brachte, Cunningham eine dritte 9 in der Hand, lockte er Gegner Gold durch langsam ansteigende Einsätze bis zum All-in in den Pot…..um gegen dessen Drilling mit besserem Kicker als Vierter das Turnier zu beenden. Sein Preisgeld: $ 3,628,513.

Da waren’s nur noch drei!

Mike Binger hatte seinen Stack auf 14 Millionen aufgebaut. Vor dem Flop brachte er eine Erhöhung von 1,5 Millionen und beide, Gold und Wasicka, gingen mit. Der Flop: 10-6-5. Wasicka brachte einen kleineren Einsatz, Binger erhöhte auf 3,5 Millionen und Gold setzte All-in. Während Wasicka passte, ging Binger mit und zeigte A-10. Top-Paar mit bestem Kicker. Mit 3-4 war Gold eindeutig unterlegen. 8 Outs konnte er für seinen beidseitigen Straßeneingang zählen. Doch, „Schamie“ war seit Tagen vom Glück begünstigt. Der Turn brachte eine Sieben und Binger verließ den Tisch, als Dritter im Turnier, und kassierte dafür $ 4,123,310.

Übrigens, Der River brachte ein drittes ein Pik. Wasicka hätte mit 9-8 in Pik diesen Pot gewonnen!

Jamie Gold mit Paul Wasicka Nun folgte die übliche Zeremonie des Aufstapeln von $ 12.000.000 in bar. Gold war nicht nur 7 zu 1 Chipleader, auch war er mit seinem aggressiver Stil Wasicka bei weitem überlegen. Es dauerte weniger als ein Dutzend Begegnungen, bis der Sieg von Gold besiegelt war.

Q-8-5 lagen im Flop. Gold setzte All-in und Wasicka zögerte. Da begann Gold auf ihn einzureden, bettelte um einen Call, offensichtlich, um den Eindruck eines Bluffs vorzugeben. Wasicka ließ sich in die Falle locken und investierte seinen restlichen, bescheidenen Stack auf 10-10. Golds Q-9 überlebten den Turn und den River. Paul Wasicka erhielt für seinen beachtlichen zweiten Platz $ 6,102,499, deutlich mehr als der Sieger des Hauptbewerbes vor nur 2 Jahren. Greg Raymer musste sich Anno 2004 als Champion mit $ 5 Millionen zufrieden geben.

So endete also der Final Table im größten und wildesten Pokerturnier aller Zeiten. Noch vor einigen Tagen schrieb ich, dass nicht zu erwarten sei, dass der beste Spieler gewinnen würde, sondern der glücklichste unter den guten!

Herzlichen Glückwunsch, Mr. Gold!