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KPÖ-Forderung – Glücksspiel soll höher besteuert werden

Die steirische KPÖ fordert eine höhere Besteuerung von Glücksspielen. Wie Klubobmann Ernest Kaltenegger am Mittwoch betonte, würde die Spielsucht ganze Familien „in den Abgrund reißen“. Die Politik müsse daher dringend handeln.

Antrag im Landtag eingebracht

Derzeit werden in der Steiermark maximal 467,5 Euro pro Monat und Geldspielautomat eingehoben, in Wien macht die Abgabe dagegen 1.400 Euro pro Monat aus.“ Die Abgaben auf Geld- und Glücksspielautomaten sollen zumindest auf Wiener Niveau angehoben werden“, so Kaltenegger. Die KPÖ hat einen diesbezüglichen Antrag im Landtag eingebracht.

„Freiwillige Sperren für Glücksspieler“

„Wie in Casinos üblich, sollen sich Glücksspieler auch in Automatensalons und Wettcafés freiwillig sperren lassen können. Die Aufhebung der Sperre soll erst mit einer Verzögerung von einem Monat möglich sein. Damit verhindert man, dass sich Spielsüchtige aus einer plötzlichen Laune heraus ins Unglück stürzen“, so Kaltenegger.

Warnhinweise auf Automaten gefordert

Außerdem fordert die KPÖ, dass auf den Glücksspielautomaten Warnhinweise angebracht werden. Es soll auf Selbsthilfegruppen, auf die minimale Erfolgschance beim Glücksspiel und darauf, dass die Spielsucht Existenzen gefährden kann, hingewiesen werden, so Kaltenegger.