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Bericht vom 1. Charity-Turnier der Pokerroom-GmbH i.G. im Savoy-Hotel Berlin

Ein Artikel von Rainer Gottlieb

Dass Poker auch abseits profitorientierter Orientierung Spaß machen kann wurde während des Wohltätigkeits-Turniers der Pokerroom Berlin GmbH i.G. am 27.05.2006 eindeutig bewiesen.

Im edlen Savoy-Hotel an der Charlottenburger Fasanenstraße fand das erste von sieben Poker-Enthusiasten organisierte No-Limit-Turnier um Sachpreise statt. Die durchaus sehenswerten Sachpreise wie ein Humidor für Zigarren, ein Wellness Wochenende, ein Luxus-Pokerkoffer mit 300 Chips, ein Gratis-Trainingsquartal in einem Fitness-Club, prepaid-handys, Edelbrände und ein hochwertiges Zigarrenetui wurden von engagierten Sponsoren im Vorfeld der Veranstaltung gestiftet.

Vorab hatten alle interessierten Teilnehmer ein Startgeld in Höhe von € 100,– entrichtet. Die Startgelder wurden vollständig an die Kinderhilfs-Organisation Camaquito Deutschland e.V. eine gemeinnützige Organisation überwiesen, die es einem kubanischen Kinderkrankenhaus zur Verfügung stellen wird.

Das komplette Turnier war mit 30 Spielern bereits seit Tagen total ausverkauft. Vielen neugierigen „Spontanbesuchern“ konnte so wegen Platzmangel an den drei Tischen kein Platz mehr angeboten werden.

Es begann um 17:00 Uhr und stand unter dem Motto „Spaß und Nervenkitzel“. Für die 100-Euro-Spende erhielten die Teilnehmer 1.500 Turnierchips. Damit für niemanden das Pokervergnügen zu früh beendet sein würde, konnten alle Teilnehmer mittels vorher ausgeteilter Rebuy-Karten nach erfolglosem all-in zweimal je 1500 Chips neu erhalten ohne weitere Spenden zu entrichten. Nach der ersten Turnierstunde waren für alle aktiven Spieler ein gratis-add-on möglich.

Durch die bewusst vorgegebene Turnierstruktur – viele Chips bei moderat steigenden blinds – war gewährleistet, dass das Vergnügen und der Nervenkitzel für alle möglichst lang andauerte. Die ersten Spieler wurden so auch erst nach mehr als zwei Stunden eliminiert.

Doch auch die moderateste Turnierstruktur erreicht irgendwann Einsätze, die die „Opferzahlen“ dann sehr schnell steigen lassen. Um ca. 21:00 Uhr war der Final-Table mit neun Spielern erreicht. Pikantes Detail: Acht Sachpreise waren zu vergeben, einer der neun Finalisten saß also direkt „on the bubble“.

Das Ausscheiden kam dann relativ schnell. „On the bubble“ aus dem Turnier auszusteigen ist immer eine Enttäuschung. Der Erstausscheidende vom Final Table wurde daher mit einem herzlichen Applaus verabschiedet und – spontane Geste der Veranstalter – bekam dann als Trostpreis ein hochwertiges Plastik-Pokerdeck.

Die Finalisten pokerten großartig. Grandiose all-in Manöver, die den Gegner zum Aufgeben zwangen, aber auch mehrfache „coin-flip Situationen“, Pocket-Pair gegen zwei overcards gab es zu bewundern.

Genau die Situation besiegelte dann auch die Auseinandersetzung zwischen den letzten beiden Spielern: Thomas Z. bezwang André L. mit Pocket-Dreien gegen King-Jack suited bei einem Board von 10-8-9-A-A.

Fazit: Alle Teilnehmer waren begeistert. Es gab durchweg positives Feedback für die Veranstalter. Viele Gäste blieben trotz früheren Ausscheidens bis zum Schluss. Der Finaltisch wurde in Dreierreihen umlagert und jeder Verlierer wurde mit herzlichem Applaus begleitet.