Lotto Baden–Württemberg informiert: „Joker“: Innovatives Programm mit App zur Glücksspiel-Prävention für Jugendliche

Jüngere Männer ohne Perspektive, so zeigt sich in Studien immer wieder, sind am stärksten von Glücksspielsucht gefährdet. Ein neues Programm und eine App sollen künftig bei der Prävention helfen. Entwickelt wurden sie von Experten der südbadischen Villa Schöpflin mit Unterstützung von Lotto Baden-Württemberg.

Männliches Geschlecht, geringer Bildungsstand, niedriger sozial-ökonomischer Status, Erwerbslosigkeit und Migrationshintergrund – das sind laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die einschlägigen Risikofaktoren für problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten. Vor diesem Hintergrund haben Experten der Lörracher Präventionseinrichtung Villa Schöpflin mit Unterstützung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg ein innovatives Programm mit einer App entwickelt, die diese Gruppe gezielt ansprechen sollen.

Das Projekt „Joker“ soll in der Jugendberufshilfe Anwendung finden. Es enthält verschiedene Unterrichtsmaterialen – unter anderem eine App, die in Zusammenarbeit mit der DHBW Lörrach entwickelt wurde. Die Anwendung soll im Rahmen der Unterrichtsmodule vorgestellt werden, kann aber auch unabhängig von Fachkräften und Laien auf dem Smartphone installiert und verwendet werden. Die App gibt Impulse zur Information und Motivation des Benutzers und erinnert an ein selbst gewähltes Einsatzlimit zur Selbstkontrolle.

„Mit dem Programm und der App haben wir passgenaue Instrumente zur Glücksspiel-Prävention von Jugendlichen entwickelt“, betont Peter Eichin, Geschäftsführer Villa Schöpflin. „Die App und die weiteren Module bringen die zielgruppenspezifische Prävention im Glücksspielbereich voran. ‚Joker‘ ist das einzige uns bekannte selektive Präventionsprojekt von pathologischem Spielverhalten in Deutschland“, so Eichin weiter.

„Joker“ soll einerseits Wissen über gewerbliches Glücksspiel und Formen der Glücksspielsucht vermitteln, andererseits aber auch Lösungswege aus risikoreichem, problematischem oder pathologischem Glücksspiel aufzeigen und zur Selbstreflexion anregen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase Ende 2015 geht das Projekt nun in Kürze in die Modellphase. Ziel ist es, das Programm nach erfolgreicher Evaluation breit auszurollen, weil ein bundesweiter hoher Bedarf besteht.

www.villa-schoepflin.de

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