Stadtcasino Baden AG behauptet sich in schwierigem Umfeld

Baden, 9. März 2016 – In Anbetracht des herausfordernden Umfeldes hat die Stadtcasino Baden-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr ein gutes operatives Ergebnis erzielt. Das konsolidierte Konzernergebnis der Gruppe wurde 2015 jedoch durch Einmaleffekte von insgesamt CHF 4 Mio. negativ beeinflusst. Dies führte zu einem einmaligen Konzernverlust von CHF 0.7 Mio. Dagegen leistete das Grand Casino Baden einen Gewinnbeitrag von über CHF 7 Mio. an das Gruppenergebnis der Stadtcasino Ba- den AG.

Verkehrssituation belastet das Ergebnis des Grand Casino Baden
Im letzten Jahr hat das Grand Casino Baden einen Bruttospielertrag von CHF 61.8 Mio. erwirtschaftet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 5.6%.

Bis zum Beginn des Umbaus Schulhausplatz im Juli 2015 lag das Badener Casino beim Bruttospielertrag nur leicht unter dem Vorjahr und besser als der Branchendurchschnitt. In den ersten Monaten nach dem Baustart musste jedoch ein deutlicher Umsatzrückgang in Höhe von 9% festgestellt werden. Zwar erholte sich diese Entwicklung im letzten Quartal 2015 etwas, aber die Umsätze lagen nach wie vor deutlich unter dem Vorjahr. Detlef Brose, CEO der Stadtcasino Baden AG, hierzu: „In Anbetracht der nicht zu ändernden äusseren Einflüsse und der erneuten Rückgänge der Schweizer Casinobranche ist der Umsatzrückgang erklärbar. Unsere Gäste haben zum Glück inzwischen festgestellt, dass die Verkehrsbelastung seit dem Beginn des Umbaus in den Abendstunden nahezu unverändert ist.“

Im letzten Jahr besuchten 335 Tsd. Gäste das Grand Casino Baden, was einem leichten Rückgang in Höhe von 1% zum Vorjahr entspricht. Diese im Vergleich zu den Erträgen positive Entwicklung führt Detlef Brose auf die konsequente Weiterentwicklung des Grand Casino Baden zurück: „Unsere Strategie des House of Entertainment ist erfolgreich und wird weiterhin forciert. Trotz der nicht zu verhindernden Auswirkungen der Baumassnahmen rund um den Schulhausplatz haben wir die Besucherzahlen nahezu halten können. Die Anzahl der Events und Spielturniere im Hause haben wir weiter ausgebaut und unser neuer Gästeclub verzeichnete im Dezember bereits 10‘000 Mitglieder.“ Sehr erfreulich entwickelten sich daher auch die Gastronomie und der Club Joy.

Frankenstärke belastet das Casino Davos
Davos litt im vergangenen Geschäftsjahr wie die gesamten Tourismusregionen unter dem hohen Frankenkurs. Der Bruttospielertrag lag daher bei lediglich CHF 2 Mio. und 25% unter dem Vorjahr. Der operative Verlust betrug im letzten Jahr CHF 0.65 Mio. Aufgrund der Gesamtsituation hat die Casino Davos AG einmalige, ausserordentliche Wertberichtigungen auf den Sacheinlagen von zusätzlich rund CHF 0.7 Mio. vorgenommen. Daraus ergibt sich ein Gesamtverlust von CHF 1.3 Mio.

Es ist einmal mehr festzustellen, dass die Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Bergcasinos in der Schweiz sehr schwierig sind. Aus diesem Grund wird von den beiden letzten Bergcasinos in Davos und St. Moritz im Zuge des neuen Geldspielgesetztes eine deutliche Abgabenreduzierung gefordert. Der Verwaltungsrat prüft verschiedene Optionen für das Casino Davos, eine davon ist auch die Schliessung des Betriebs.

Projekt und Konzessionsverfahren Wien
Die Stadtcasino Baden Gruppe hatte im Jahr 2014 den Zuschlag für die Eröffnung eines Casinos im Wiener Palais Schwarzenberg erhalten. Gegen den Entscheid wurde von einem unterlegenen Mitbewerber allerdings Beschwerde geführt – der Ausgang des Verfahrens ist immer noch offen. Die Stadtcasino Baden AG hat deshalb auch auf den bisher erfolgten Investitionen für das Grand Casino Wien ausserordentliche Wertberichtigungen in Höhe von CHF 3.3 Mio. vorgenommen.

Verwaltungsrat und Geschäftsleitung halten nach wie vor an der Konzessionsbewerbung fest. Detlef Brose hierzu: „Es steht fest, dass wir das beste Gesuch mit einem herausragenden Standort eingereicht haben. Wir sind überzeugt, dass unsere Chancen für den endgültigen Lizenzerhalt nach wie vor sehr gut sind. Das laufende Verfahren wird jedoch eine mögliche Eröffnung des Grand Casino Wien weiter verzögern.“

Positiver Blick in die Zukunft
Der Entwurf für ein neues Geldspielgesetz sieht vor, dass Schweizer Spielbanken eine Lizenzerweiterung für das Online Gaming beantragen können. Dies erlaubt es zukünftig, ein Spielangebot im Internet anzubieten und bietet neue Wachstumschancen.

Es bleibt im hoch kompetitiven nationalen und internationalen Casinomarkt das strategische Ziel des Verwaltungsrats, die Abhängigkeit von einem einzigen hochprofitablen Standort zu reduzieren. Die internationale Expansion aber auch die Ausweitung des Angebots auf das Online Gaming dienen diesem Ziel.

Der Verwaltungsrat misst daher der Vorwärtsstrategie trotz des schwierigen Marktumfeldes nach wie vor eine hohe Bedeutung zu. Da das letztjährige Konzernergebnis vor allem von Einmalfaktoren belastet wurde, hält der Verwaltungsrat zudem an seiner konstanten Dividendenpolitik fest.

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