III. Stud-Sonderregeln
1. Zu wenig Restkarten für eine reguläre Kartenrunde, Community Card
Hat der Dealer nicht mehr genug Karten im Deck, um eine reguläre Kartenrunde zu geben, verfährt er wie folgt:
- Wenn vor Ausgabe der 6. Karte die Anzahl der restlichen Dealerkarten zusammen mit den Burncards die Anzahl der noch aktiven Spieler um mindestens drei übersteigt (vor Ausgabe der 7. Karte um mindestens zwei), mischt der Dealer die Burn Cards und die restlichen Dealerkarten zusammen und führt anschließend eine reguläre Kartenrunde durch.
- Ist dies nicht mehr möglich, wird anstelle der regulären Kartenausgabe eine Community Card (Gemeinschaftskarte) offen in der Mitte des Tisches aufgelegt. Hierzu verfährt der Dealer wie folgt: Hat er noch drei oder mehr Karten in der Hand, wird die oberste gebrannt und die nächste Karte als Community Card aufgelegt. Hat er nur noch eine oder zwei Karten in der Hand, werden diese mit den Burn Cards gemischt und wiederum nach dem Brennen der obersten Karte wird die nächste Karte als Community Card aufgelegt.
- Wurde in einer Runde eine Community Card aufgelegt, können auch die weiteren Runden nur noch mit Community Cards gespielt werden.
- Bezüglich der Frage, wer die jeweilige Wettrunde eröffnet, wird eine Community Card als Ersatz für die vorletzte (sechste) Karte für alle Beteiligten als offene Karte betrachtet, eine Community Card als Ersatz für die letzte (siebente) Karte wird jedoch als verdeckt betrachtet.
- Bei der Ermittlung des Gewinnblattes zählen alle aufgelegten Community Cards bei jedem der noch aktiven Spieler mit.
2. Versehentlich offen gegebene siebente Karte
Wird die letzte (siebente) Karte für den Spieler versehentlich offen gegeben, dann gelten folgende Regeln:
- Wird einem Spieler eine versehentlich offene letzte Karte gegeben, werden die letzten Karten für alle anderen Spieler ebenfalls offen gegeben bzw. aufgedeckt, es sei denn, der betreffende Spieler war bei Ausgabe dieser versehentlich offen gegebenen siebenten Karte bereits All-In. Kann nicht mehr bei allen Spielern festgestellt werden, welches die letzte Karte war, so entfällt die letzte Wettrunde und es folgt der Showdown.
- Eine offene letzte Karte wird im Hinblick darauf, wer in der Schlußrunde zu setzen beginnt, immer als verdeckt angesehen.
3. Annoncieren der Kartenkombinationen durch den Dealer
- Der Dealer muß ab der zweiten offenen Karte folgende tatsächlich vorhandene Kombinationen ansagen:
- Ein Paar (z.B. zwei Könige: "Ein Paar Könige")
- Zwei Paare (z.B. zwei Buben und zwei Dreier: "Zwei Paare, Buben")
- Drilling (z.B. drei Neuner: "Drilling Neuner")
- Vierling (z.B. vier Achter: "Poker Achter")
- Bei vier offenen Karten werden die möglichen Kombinationen wie folgt annonciert:
- Es fehlt eine Karte zum Straight: "Möglicher Straight"
- Es fehlt eine Karte zum Flush: "Möglicher Flush"
- Es fehlt eine Karte zum Straight Flush oder Royal Flush: "Möglicher Straight, möglicher Flush"
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