English Montag, 13. Februar

Flagge: Switzerland Schweizer Casinos laufen besser als erwartet

Veröffentlicht am 24.06.2005 18:02 Uhr

Rückgrat der Branche: Spielautomaten in einem Schweizer Casino.

Die 19 Schweizer Spielbanken haben 2004 erstmals alle ein volles Betriebsjahr absolviert und dabei 769 Millionen Franken eingenommen, mehr als erwartet. An den Fiskus lieferten sie 372 Millionen Franken ab.

108 Strafverfahren

Insgesamt sei der Betrieb der Spielbanken im Berichtsjahr gut und gesetzeskonform verlaufen, schreibt Benno Schneider, Präsident der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), im Vorwort des heute publizierten Jahresberichts.

Die Einnahmen der Schweizer Spielbanken lagen 208 Millionen Franken über denjenigen von 2003, als sechs Casinos ihre Tore erst im Laufe des Jahres öffneten. Die Geldspielautomaten haben 578 Millionen Franken zum Gesamtergebnis von 769 Millionen beigesteuert, die Tischspiele 191 Millionen
Franken.

Gemäss ESBK liegen die Zahlen über den Erwartungen der meisten Spielbankenbetreiber. Übertroffen wurden die Erwartungen auch bei den teuererträgen. Die Spielbankenabgabe betrug insgesamt rund 372 Millionen Franken, verglichen mit gut 260 Millionen Franken im Vorjahr. 317 Millionen Franken
gingen an den Ausgleichsfonds der AHV, der Rest an die Standortkantone von B-Casinos. 4 Millionen Gäste 2004 waren erstmals alle 19 Casinos und Kursäle während eines vollen Jahres in Betrieb und wurden von schätzungsweise 4 Millionen Gästen besucht.

Aufgrund einer wissenschaftlichen Studie nimmt die ESBK an, dass in der Schweiz zwischen 35'000 und 48'000 Personen oder 0,62 bis 0,84 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren spielsüchtig sind. Ende Jahr waren insgesamt rund 10'000 Spielende von den Casinos ausgeschlossen. (cpm/ap/sda)

108 Strafverfahren

Wie dem ESBK-Jahresbericht weiter zu entnehmen ist, wurden im vergangenen Jahr 108 Strafverfahren wegen illegalen Glücksspiels eröffnet. 15 davon betrafen den Betrieb einer Internetspielbank oder die Werbung für eine solche. In den übrigen Fällen handelte es sich überwiegend um Vorfälle, die
sich in Restaurants, Spielsalons oder Clubs ereignet hatten.

Die Zusammenarbeit mit den Kantonen bei der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels funktioniere, schreibt Schneider. Die Effizienz der Untersuchungsorgane habe die Zahl der Strafverfahren aber so stark ansteigen lassen, dass die Dauer der einzelnen Verfahren teilweise ins Übermass angewachsen sei. Die ESBK lancierte deshalb ein Programm, mit dem die Grosszahl der Strafverfahren in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten mit einem Kommissionsentscheid abgeschlossen werden kann. Ende 2004 waren noch 319 Strafverfahren hängig, 44 weniger als im Vorjahr.


Hinweis: ISA-GUIDE veröffentlicht auf Ihrem Internet-Portal verschiedene Artikel, Analysen, Kolumnen, Reportagen, Publikationen, Urteile, Interviews und Nachrichten, die aus unterschiedlichen Quellen stammen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der Autor.

Lesezeichen:
Lesezeichen bei Mr.Wong setzen Lesezeichen bei Yigg setzen Lesezeichen bei Linkarena setzen Lesezeichen bei Google setzen Lesezeichen bei Webnews setzen Lesezeichen bei Folkd setzen Lesezeichen bei Oneview setzen

Druckbare Version Druckbare Version

Werbung