English Montag, 13. Februar

Flagge: Austria Hoyzer & Oddset? "Gelegenheit macht Diebe!"

Veröffentlicht am 20.03.2005 07:09 Uhr

SALZBUZRG - Der Intertops-Geschäftsführer Detlef Train bietet DFB und DFL Zusammenarbeit an. "Der Fall Hoyzer ist auch ein Fall "Oddset" und DFB! Hätten dort von Beginn an interne Vorsichts-Mechanismen gegriffen wie bei uns, Intertops, betandwin und Kollegen, den führenden privaten Wettanbietern, wäre es zu diesem Skandal nie und nimmer gekommen."

Für diese, die privaten Anbieter von Sportwetten, fordert Train "endlich" die "gesetzliche Anerkennung" durch die deutsche Innenminister-Konferenz.

Train klagt: "Durch die Möglichkeit, bei "Oddset" geradezu flächendeckend und unkontrolliert anonym Wetten zu plazieren, stand für Hoyzer und Konsorten der Tresor sozusagen halboffen - und Gelegenheit macht Diebe!"

Train, 50, der als "Elder Statesman" der Sportwetten in Deutschland gilt, sagt weiter: "Meine Kollegen und ich von den privaten Anbietern sind weiterhin hier gerne bereit, die offenbar dringend nötige Nachhilfe zu geben und mit DFB und DFL zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig fordern wir, unsere Arbeit, die seriös und solide seit Jahren im Markt erfolgt, endlich auch per Gesetz anzuerkennen und uns nicht von Opfern des Skandals groteskerweise zu Mit-Beschuldigten zu machen."

Der Salzburger Wett-Kenner präzisiert: "Ich möchte Robert Hoyzer gewiß nicht für seine schlimme Tat entschuldigen, doch beträchtliche Mitschuld an den ganzen Vorkommnissen rund um Ante S., Hoyzer und die Bande aus dem "Café King" liegt vor allem im System, welches diese "Mitnahme-Mentalität" in Deutschland fördert, belohnt mit dicken Barschecks! Stichwort Oddset-Wette."

Train hat den Eindruck: "Seit Jahren werden meine Kollegen und ich von den staatlichen Stellen mit großer Härte verfolgt, wir sind aber nicht die Bösen! Das hat der Schiri-Skandal wohl deutlich und endgültig gezeigt. Bei uns hat die interne Kontrolle optimal funktioniert. Nicht umsonst haben uns die führenden deutschen Medien wie SPIEGEL, Süddeutsche, Welt und andere inhaltlich sehr unterstützt."

Train ergänzt: "FOCUS-Chefredakteur Helmut Markwort schrieb z. b. zurecht in seinem Leitartikel: "Anbieter sollten nur dann von Gerichten belangt werden, wenn sie ihr Geschäft nicht korrekt betreiben. Unter diesem Aspekt scheint die staatliche Sportwette Oddset fahrlässiger organisiert zu sein als viele private Unternehmer, die ein ausgeklügeltes Warnsystem aufgebaut haben…Vielleicht sind diese vorsichtiger, weil es um ihr eigenes Geld geht."

Detlef Train: "Dem ist von unserer Seite aus wirklich nichts mehr hinzuzufügen."

Der Intertops-Chef abschließend: "Auch die jüngste Kritik von FIFA-Präsident Sepp Blatter an der schleppenden Art der Skandal-Aufarbeitung durch den DFB und dessen gefährliche Nähe zu Oddset, spricht Bände."

Dabei nimmt Sportwetten-Fachmann Train den DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder ausdrücklich von seiner Kritik aus: "Der arme "MV"! Da kritisiert er völlig zurecht das grobe Versagen Oddsets, sagt nichts als die Wahrheit - und soll dafür zurücktreten! Ein Witz!"

Train weiter: "Sehr viel bedenklicher ist doch die Rolle seines "Kollegen" Zwanziger, in dessen Zuständigkeitsbereich dies alles fällt, der als ehemaliger Aufsichtsrat des staatlichen Lotto-Blocks nun Oddset ungeniert "ganz prima Leute" nannte, aber vieles verabsäumte und damit die Arbeit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Berlin mehr als vier Monate kostete. Nun will der DFB und die DFL eine eigene Sportwette etablieren: ich gehe davon aus, dass dabei nicht nur mit Oddset, sondern auch mit uns als potenziellen Partner gesprochen wird."

Der Intertops-Geschäftsführer wünscht sich insgesamt ein "sensibles, marktorientiertes Vorgehen und Entscheiden der zuständigen Innenminister-Konferenz in Sachen Sportwetten der Zukunft."

Die offiziellen staatlichen Stellen sieht Train in der Vergangenheit, "leider oft nur einseitig informiert", dies "helfen wir gerne ändern im Sinne der Sache und unserer Kunden, der Bürger."

Train: "Bei uns privaten Anbietern ist das Wettgeschäft in guten Händen - seit langen Jahren bereits."


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