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Flagge: United States of America Wal-Fängerei in der Wüste - Las Vegas- Eine Krake die jeden Dollar frisst - Kapitel 1 Die Welt des High-Limit Zockers ISA-Casinos

Veröffentlicht am 02.12.2004 06:15 Uhr



(rs) Was hat das Ganze mit dem Begriff Wal zu tun? Das fragen Sie sich bestimmt. Nun, lassen Sie uns Ihnen kurz den Begriff Wal definieren:

Wal (biologisch): Größtes lebendes Meeressäugetier, ungefähr 30-35 Meter lang, Gewicht: bis zu 180 Tonnen. Der größte Wal seiner Spezies ist der Blauwal, das größte Tier, welches die Welt je gesehen hat. Doch es gibt auch andere Waltypen, einige sind "nur" 6 Meter lang, welches immer noch größer ist als eine Giraffe, mit dem Gewicht von 2 Elefanten.

Wal (Las-Vegas-Definition): Größter Spieler des Universums, setzt gewöhnlich mit Einsätzen von 10.000 bis 250.000 Dollar pro Spiel, mit einem Kreditlimit von 500.000 Dollar aufwärts bis zu 10 Millionen. Häufig zählen diese Wale auch zu den reichsten 10.000 auf der Welt und sie spielen um die allerhöchsten Einsätze, die ein Casino zulassen kann, ohne das Unternehmen in den möglichen Ruin zu treiben. Wie viele dieser "Wale" es derzeit (noch) gibt, ist nicht genau bekannt. Derzeit bewegt sich die allergrößte Wette, die in Las Vegas in einem einzigen Spiel gesetzt wurde, bei 250.000 Dollar beim Baccarat oder Craps. Nicht viele Spieler bekommen derartig hohe Einsätze zugesprochen. Daneben gibt es eine Gruppe "kleinerer Wale", die mit Einsätzen bis 150.000 Dollar pro Spiel zocken. Das sind derzeit rund 50 bekannte Spieler. Daneben gibt es noch rund 150-200 Spieler, die sich um 100.000 Dollar pro Spiel bewegen.

[bild:1]Dieser Bericht befasst sich mit den "Las Vegas-Walen". Was ist es, was diese Spieler zu derartig hohen Einsätzen bewegt? Geht es diesen Spielern um das Geld? Sie haben ja schon alles Geld dieser Welt. Oder vielleicht um Prestige? Darum kümmern sich die wenigsten in dieser Gesellschaft. Oder ist es vielleicht der Nervenkitzel, der erst einsetzt, wenn es um Hunderte von Tausenden von Dollars geht? Oder sind diese "Wale" vielleicht krank, haben jegliche Relation zum Wert des Geldes verloren? Das ist natürlich möglich, aber nicht von Interesse an dieser Stelle. Es geht nicht darum, eine Psychoanalyse über diese Zocker zu machen, sondern einen Bericht zu liefern, worum es bei diesem Geschäft mit den Super-High-Rollers geht.
Wale genießen in Las Vegas ganz besondere Vorzüge. Sie werden telephonisch, per Post oder E-Mail kontaktiert und für besondere Anlässe eingeladen, wie beispielsweise Konzerte, Weltmeisterschafts-Boxkämpfe, die Miss Universum Wahl, für die Neujahrs-Feierlichkeiten oder Chinese New Year oder sonstige besondere Anlässe. Man fliegt sie mit den Casinoeigenen Turbo-Jets oder mit gecharterten Flugzeugen ein. Am Mc Carran Flughafen werden sie selbstverständlich von einem Casino-Repräsentanten oder vom Casino-Host persönlich erwartet, der sich fortan und für die ganze Dauer des Aufenthaltes um sie kümmern wird. In der Stretch-Limo auf dem Weg zum Hotel steht bereits eisgekühlter Don Perignon und Beluga Kaviar bereit. Für die 15minutige Fahrt zum Hotel Resort ist vorgesorgt. Der Fahrer informiert die VIP Hostess im Check-In Bereich für die geladenen Gäste über die Ankunft des Gastes. Beim Check-In im VIP-Bereich des Hotels geht es sehr ruhig und angenehm zu. Auch hier stehen für die Gäste Erfrischungen sowie kleine Snacks oder Früchte bereit, alles zum Wohl der erlesenen Kundschaft.

Doch dem ist nicht genüge getan. In der Regel bekommt ein Wal bereits Geld geschenkt, wenn er nur schon das Casino betritt! Gratis-Chips bis zur Höhe von 250.000 Dollar in Form von sogenannten "non-negotiables" Chips (Chips, die mindestens 1x gespielt werden müssen), sind nicht unüblich. Wale bekommen darüber hinaus auch Discounts auf ihre möglichen Spielverluste. Dies wird in der Regel vorgängig abgesprochen und ist Verhandlungssache. Bis zu 20% auf zukünftige Verluste auf die Dauer eines Besuches und ihm Rahmen des zugesprochenen Kreditlimits sind möglich. Wer ein Limit von, sagen wir 500.000 Dollar bekommt und die Vereinbarung, dass er mindestens 25.000 Dollar beim Baccarat pro Spiel setzt und wer das Limit aufgebraucht hat, bekommt also 20% erstattet und schuldet dem Casino somit "nur" 400.000, anstatt 500.000 Dollar. Ein weiteres Geschenk von 100.000 Dollar!

Ein High-Roller, so die andere Bezeichnung dieser "Wale", hat verschiedene Optionen. Einmal kann er sich in seiner Privatsuite von einem Expert-Chef sein Dinner zubereiten lassen oder gar Privat-Parties veranstalten, wenn ihm danach zumute ist. Oder er besucht eines der zahlreichen Luxusrestaurants des Casinos und hat das gesamte verfügbare Menu zur Wahl, welches er selbstverständlich nicht bezahlen muss. Seine Unterschrift auf der Rechnung und ein Trinkgeld für die Angestellten ist alles, was er braucht.

Um solchen Zockern den Aufenthalt in Las Vegas zusätzlich zu versüßen, schenkt ihnen das Casino in der Regel sogenannte "Shopping-Sprees". Darunter versteht man Einkaufsgutscheine, die der Gast im Casinoeigenen Einkaufsbereich, welcher üblicherweise aus 20-100 verschiedenen Geschäften besteht, einlösen kann. Diese Shopping-Sprees können theoretisch unlimitiert sein. Für "gute Gäste" werden sie bis 25.000 oder gar 50.000 Dollar ausgestellt - für ausschließliche Nutzung des Begünstigten und nur während des betreffenden Aufenthaltes in Las Vegas.

Aber auch während des Nicht-Aufenthaltes in Las Vegas pflegt man die guten Beziehungen zu seiner Kundschaft. Zum Lachs-Fischen einen Ausflug nach Alaska, ein Erholungsurlaub auf die Casinoeigene Jacht in Griechenland? Das Casino lädt Sie gerne ein. Dies sind die angenehmen Seiten, die ein Casino offerieren kann und auch offeriert, sofern sich ein Gast dazu bereit erklärt, Einsätze in der Größenordnung von 25.000 Dollar an aufwärts bis 250.000 Dollar pro Hand zu riskieren und er über eine Bonität verfügt, die ihm erlaubt, eventuelle Verluste bis zu 10 oder gar 20 Millionen Dollar während eines einzigen Besuches in Las Vegas hinzunehmen.

[bild:2]Wie ist es nur möglich, dass eine Sorte Spieler Beträge riskiert, die größer sind als eine Hypothek für ein Haus - und dies in einem einzigen Spiel? Nun, die Antwort liegt eigentlich auf der Hand. Es ist alles eine Frage der Relationen. Wenn ein ganz gewöhnlicher Arbeiter und Familienvater mit einem Monatseinkommen um die 3000 Euro pro Woche für 10-20 Euro Lotto spielt, so ist es ungefähr dasselbe Verhältnis: Ein Milliardär, der monatliche Einkünfte von 50-100 Millionen hat, kann Einsätze in der oben genannten Größenordnung riskieren.
Wie auch immer, solche hohen Einsätze liegen selbst für Super Hotels gelegentlich nahe an der Schmerzgrenze.

Zu unterscheiden gilt es allerdings noch folgendes: Der Spieler mit einer 100.000 Dollars Bankroll, der nach Las Vegas fliegt und glaubt, nun wie ein Krösus bedient zu werden, ist kein Wal im eigentlichen Sinn. Wer 1.000 bis 3.000 Dollar setzt, ist ein High-Roller, aber kein Wal. Er bekommt vom Casino auch alle erdenklichen Vorzüge wie: Gratissuite, alle Speisen usw., aber er ist eben nur ein "Mini-Wal". Es gibt alleine in den USA Tausende von Zockern, die um solche Beträge spielen. In der Berufswelt sind sie zu finden unter den erfolgreichen Geschäftsleuten, Investoren, Bankern, Börsenhändlern oder Casino-Besitzern, Buchmachern, Sportlern (Basketballprofis, Boxer). Es gibt auch Schauspieler, die sich auf ein Spiel um hohe Einsätze einlassen, oder Superstar-Entertainer. Daneben gibt es natürlich auch Leute, die sich ihr Geld mit weniger legalen Mitteln verdienen und dieses dann in Las Vegas riskieren: Geldverleiher, Drogen-Dealer oder sonstige Kriminelle. Egal aus welcher Schicht man kommt, am Spieltisch sieht man nicht, wer die Person ist, die gerade 100.000 Dollar beim Black Jack setzt. Wer mit einem Anzug am Tisch sitzt und wer über das nötige Kapital verfügt, welches er mit seinem Visum belegt, dass es auch sein eigenes Geld ist, und wer unterschreibt, dass das Geld aus legal erworbenen Geschäften stammt, der ist für das Casino ein gerngesehener Gast. Insbesondere dann, wenn er um hohe Beträge spielt.

Woher diese Super-Zocker auch herkommen, was sie in ihrem richtigen Leben tun und wie verschieden ihre Karrieren auch aussehen, so haben sie doch 2 Dinge gemeinsam: Eine nahezu unbegrenzte Geldreserve (Bankroll) und den Drang zum Risiko auf hohem Level. Dies ist letztlich einer der Gründe dafür, warum sie um Tausende und nicht um Hunderter spielen. Die Motivation kann verschieden sein, weshalb ein Zocker sich auf solch riskante Partien einlässt. Einmal kann es ganz gewöhnlich der Spaß am Risiko sein ("Ich möchte das Geld des Casinos gewinnen") oder auch Gier ("Ich will noch mehr gewinnen"), dann das Gefühl, welches sich wie ein Fieber im Zocker ausbreitet ("Ich bin im Brand, das gefällt mir gar nicht!"), letztendlich der Zwang ("Ich muss meine Verluste vom letzten Besuch wettmachen, das Casino hatte zuviel Glück beim letzten Mal!").

Das Spielkapital, welches in enormer Höhe zur Verfügung steht, lässt die Wale im Spiel, selbst wenn sie Millionen verlieren. Das Casino ist letztlich der letzte Punkt auf der Reise zu diesem Kick, der bereits in den Genen des Wales vorausbestimmt ist. Das Casino ist der Ort, wo sich der Wal nach Lust und Laune ausleben kann, wo ihm alle Wünsche erfüllt werden, wo er kriegt, was immer er braucht und wo er den ultimativen Test erleben kann: Sein Geld gegen das Geld des Casinos, ein fairer Match-Up. Im Casino gibt es Angestellte, die sich mit all den Spielen auskennen, die im Casino angeboten werden, die aber damit eigentlich gar nichts zu tun haben. Ihre Aufgabe besteht darin, Gastgeber für diese Wale oder High-Rollers zu sein. Sie müssen dafür sorgen, dass die Wale zum Spielen kommen, und dass sie sich wohl fühlen. Von A bis Z sind sie verantwortlich für den perfekten Customer Service, sie sind der direkte Ansprechpartner für den Gast, müssen 24 Stunden am Tag für ihn erreichbar sein - und dies 7 Tage pro Woche. Der Einsatz lohnt sich für den, der in diesem Spiel mithalten kann. Steve Cyr ist einer jener Super-Hosts, der das ganze Konzept des Super-High-Limit Geschäftes komplett revolutioniert hat. Seine Methoden, wie er selbst die hartnäckigsten unter den Zockern ins Vegas Hilton - oder wo immer er vorher gearbeitet hat - zurückbrachte, sind derart faszinierend und teilweise schockierend, dass wir über ihn schreiben werden. Lesen Sie mehr über diesen "Walfänger" des besonderen Kalibers im folgenden Bericht.

Quelle und Grundlage zu dieser Serie, sowie Informationen daraus, war das spannende und hochinteressante englischsprachige Buch von von Deke Castlemen mit dem Titel: "Die Waljäger in der Wüste".

copyright by ISA-CASINOS

Quelle: ISA CASINOS Presseagentur

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