(rs) Die folgende Serie ist eine Reportage über High Limit Gambling in Las Vegas. Es geht um die Methoden, die angewendet wurden und auch noch werden, um die größten Spieler dieser Welt ins Mekka des Glücksspieles zu lotsen. Sie werden erstaunt sein, welche Tricks die Casino-Executives auf Lager haben, um die Groß-Zocker in ihre Casinos zu bringen. Dies geht vom Casinoeigenen Privat-Jet, über den Limousinen-Pick-Up vom Flughafen, die Luxus-Suite mit 3 Schlafzimmern und allem erdenklichen Zusatz, bis zu den Einladungen zu den Shows oder den Boxkämpfen, Einladungen in Spitzenrestaurants. Ja, sogar Geld in der Grössenordnung bis 100.000 Dollar wird manchem High-Roller gezahlt, nur wenn sie schon dazu bereit sind, im betreffenden Hotel zu wohnen. Auch Juwelen als Geschenk für die Gattin in der Preisklasse von 30.000 Dollar aufwärts werden geboten, einfach so als Bonus - dazu Einkaufsgutscheine, damit sie sich nicht langweilen muss, während ihr Ehemann oder Liebhaber im High-Limit Pit um Millionen spielt. Das stelle man sich einmal vor! Über dieses und mehr werden wir Ihnen in den kommenden Tagen berichten. Und sollten Sie über das nötige Kleingeld verfügen, werden Sie anschließend wissen, wie Sie vorzugehen haben, um zu Ihrer Gratis-Suite im Caesar's Palace mit allen Einladungen in die Spitzenrestaurant zu kommen.
[bild:1]Doch zunächst lassen Sie uns etwas zurückblicken. Vor 1990, noch bevor Mirage, MGM Grand, Bellagio und all die anderen neuen Super-Hotels am Las Vegas Boulevard die Geschichte der Stadt für immer verändern sollten, da waren die Casino-Manager alle aus demselben Holz geschnitzt: Top-Anzüge, sprachgewandt, sonnengebräunte Gesichter vom Golfspiel mit ihren Gästen. Sie alle gingen die übliche Karriereleiter nach oben: Vom Casino Dealer, zum Floorman, Pitboss, Shiftmanager, usw. Und dann, wenn sie langsam in die Jahre kamen und es Zeit wurde, um jüngeren Kollegen Platz zu machen, wurden sie in die Management-Etage befördert, wo sie für eine Handvoll erlesener Gäste zuständig waren, gemäß den ungeschriebenen Gesetzen und der "Alten Schule" von Las Vegas.
Doch dann betrat ein anderer die Bühne: Steve Cyr. Ein gewitzter junger Mann aus dem Telemarketing-Geschäft mit einem Diplom in Hotelmanagement der Universität von Las Vegas und einem "Verkaufs-Diplom", welches er sich selbst in einem jener unzähligen und berüchtigten Las Vegas "Boilerrooms" als Verkäufer von Vitamintabletten abverdient hatte. Steve Cyr machte seinen Weg, bis er schließlich im Las Vegas Hilton zur absoluten Nummer 1 für Casino-Hosts aufstieg und dort das alte System des Customer Service ein- für allemal revolutionieren sollte. Mit seinen gemachten Erfahrungen führte er neue Marketing-Methoden ein, über die man bis dahin nichts wusste. Seine aggressiven und zugleich genialen Ideen waren skandalös, aber zugleich auch erfolgreich. Mit dem Resultat, dass er einen Großteil dazu beigetragen hat, durch seine neuen Methoden die größten Spieler aller Highrollers, die sogenannten "Wale", in die Casinos zu locken.
Folgender Bericht umfasst ein sehr breitgefächertes Gebiet. Wir beschreiben den Aufstieg Steve Cyrs bis in die Top-Etage der Casino-Marketing-Strategen, dann geht es um die Marketingmethoden an und für sich, um die Hilfsmittel, die angewendet werden, wie beispielsweise Luxus-Suiten, die den Superspielern gratis zur Verfügung gestellt werden, oder vielleicht der firmeneigene Privat-Jet, der die Zocker einfliegt, und vieles mehr. Darüber hinaus werden Sie erfahren, welches die Seiteneffekte und Kehrseiten dieses Highroller-Geschäftes sind, und weshalb inzwischen einige Casinos entschieden haben, keine High-Limit Spieler mehr zu ihrem Kundenstamm zählen zu wollen. Sie werden über Methoden lesen, Spieler anzulocken, die in einigen Ländern als unmoralisch oder verwerflich gelten, was jedoch in Las Vegas als völlig "normal" gilt.
[bild:2]Der Ruin eines Großzockers bedeutet den Erfolg für ein Spielcasino. Das wissen beide Seiten, und dennoch lassen sie sich auf dieses spekulative Geschäft ein. Umgekehrt kann ein Highroller, der mit einer 10 Millionen-Credit-Line spielt, einem Casino das Licht ausknipsen, wenn er einen guten Lauf erwischt. Und dies, meine sehr verehrten Leser, kam nicht nur einmal in der Geschichte des Glücksspiels vor. Einige Casinos auf den Cayman Inseln und der Karibik gingen Bankrott, nachdem ein Großzocker ihnen einen Besuch abgestattet hatte. Verfügt ein Casino nicht über eine entsprechende Geldreserve, und ist die Anzahl High-Limit-Spieler nicht groß genug, um die Schwankungen auszubalancieren, wird das Ganze zu einem Risiko für das Haus. Diesem Risiko waren einige Casinos nicht gewachsen und gingen zugrunde. Andere Casinos, vorausblickend und aus den Erfahrungen der anderen lernend, zogen sich später aus diesem Geschäft zurück und bieten seither lieber das Geschäft für die breite Masse an. Daher findet man heute mehrheitlich Casinos, in denen Tausende von Spielautomaten mit relativ niedrigen Einsätzen stehen und wo die High-Limit-Spielbereiche immer kleiner werden. Einige Casinos bewahren allerdings diese Tradition und bleiben im Highroller-Geschäft, so zum Beispiel Bellagio, Caesar's Palace, Mirage, und andere. Nur stehen heute Großkonzerne hinter den Casinos, die diese Fluktuationen einstecken können. Als High Limit Spieler merken Sie dies recht schnell, wenn Sie beispielsweise im Bellagio mit 2.000 Dollar pro Box Black Jack spielen, wird kein Pit Boss mit dem Schreibblock neben dem Tisch stehen und für unnötigen Wirbel sorgen. Spielen Sie hingegen unten in Downtown im altbewährten Lady Luck Casino und setzen nur gerade 200 oder 300 Dollar pro Box, können Sie versichert sein, dass man ihnen auf die Finger schaut, dass es Ihnen unwohl werden könnte.
Dieser Bericht wird Sie faszinieren und begeistern. Es wird Ihnen eine neue Welt des Glücksspieles zeigen, die Sie vielleicht vorher noch nicht gekannt hatten. Vieles wird Sie vielleicht erstaunen, anderes möglicherweise amüsieren. Es lohnt sich so oder so, dass Sie an der Story dran bleiben. Seien Sie also gespannt auf diese Berichte, welche wir Ihnen in einer
ISA-CASINOS Serie liefern.
Beginnen werden wird im kommenden Eröffnungsbericht mit Steve Cyr, seinen Tagesgeschäften und seinem Aufstieg im Las Vegas Hilton. Larry Flint wird dabei eine gewichtige Rolle spielen.
Quelle und Grundlage zu dieser Serie, sowie Informationen daraus, war das spannende und hochinteressante englischsprachige Buch von von Deke Castlemen mit dem Titel: "Die Waljäger in der Wüste".
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