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Flagge: Germany Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 11) ISA-Casinos

Veröffentlicht am 26.03.2004 04:39 Uhr



(rs) Die Casinos am Las Vegas Boulevard nahmen mit den Jahren an Dimension und Eleganz in einem Rahmen zu, den man nie für möglich gehalten hätte. Einer der nächsten Streiche von "Mirage"-Gründer Steve Wynn war das Projekt "Monte Carlo", welches am 21. Juni 1996 eröffnet wurde. Ein weiteres 350-Millionen-Dollar Hotelcasino, welches die Touristen beeindrucken würde, eine Imitation des berühmten Palais du Casino de Monte Carlo, allerdings in einem viel größeren Rahmen. Dieses Hotel mit seinen Statuen, den Kronleuchtern und dem Wasserspiel vor dem Haus erweckt beim Las Vegas-Besucher den Anschein, dass er sich auf einer Kulturreise in Europa befindet.

[bild:1]Das "Monte Carlo"-Hotel gehört mit seinen 32 Stockwerken zu den 10 größten Hotels der Welt. Es hat 3014 Zimmer, das sind mehr Zimmer sind als man im "echten" Monte Carlo insgesamt zählt. Interessant ist zu bemerken, dass dieses Hotel-Casino ein Jointventure zwischen Mirage-Ressorts und Gold-Strike-Ressorts war, einer Gesellschaft, die diverse kleinere Casinos in Las Vegas betreibt. Noch bevor das "Monte Carlo"-Casino fertiggestellt wurde, fand eine Fusion zwischen "Circus Circus" und Gold-Strike-Ressorts statt, somit war das "Monte Carlo"-Casino nun eine Art Partnerschafts-Betrieb zwischen "Mirage" und "Circus Circus", den beiden mächtigsten Casino-Gesellschaften von Las Vegas.
Dieses Casino wurde in einer Rekordzeit von gerade einmal 14 Monaten fertiggestellt. Die Bedingung war, dass "Circus Circus" mit seiner eigenen Baufirma, der "Circus Circus Development", die Leitung des Casinos übernehmen würde. Mirage-Ressorts steuerte seinerseits die finanziellen Mittel sowie eine grösser Land-Parzelle bei. Der Deal war, dass beide Gesellschaften zu 50% am Gewinn beteiligt sein würden. Heute ist das Casino durch eine Monorail mit dem später eröffneten Super-Casino "Bellagio" verbunden. Die Touristen werden in wenigen Minuten, mittels der klimatisierten Schwebebahn, von einem Casino ins andere transportiert, das ganze selbstverständlich kostenlos.

Heute ist es eher nur ein mittelgroßes Casino, obwohl sich im großen Spielsaal doch immerhin über 2200 Slotmachines und ca. 95 Spieltische befinden. Es gibt ein Race- und Sportsbook, wo man Wetten auf nationale Sportereignisse aufgeben kann, und gleich daneben befindet sich der Poker Room. Dieses Casino hat 5 Weltklasse-Restaurants, darunter das traditionelle All-You-can-Eat-Buffet und daneben werden in der hauseigenen Brauerei jährlich rund 10,000 Fass Bier gebraut. Wer mit der Monorail vom "Bellagio" zum "Monte Carlo" fährt, erblickt kurz vor Erreichen des "Monte Carlo"-Hotels auf der rechten Seite eine Pool-Landschaft, wie sie an Klasse und Größe wohl einzigartig ist. Sogar ein Tennisplatz steht den Hotelgästen zur Verfügung. Der Swimmingpool wurde mit einer eigenen Wellen-Anlage konstruiert, die alle paar Minuten den Typ Wellen ändern kann. Es gibt 5 verschiedene Wellentypen, die für die Hotelgäste erzeugt werden.

Dem Leser wird auffallen, dass jedes neue Hotel immer wieder neue Attraktionen hervorbringen musste, um die Besucher anzuziehen. Der gnadenlose Konkurrenzkampf, der am Las Vegas Boulevard herrscht, zwang die Betreiber nach immer neueren Marketing-Methoden. Der heutige Las Vegas Besucher kommt längst nicht mehr ausschließlich des Spielens wegen. Stattdessen möchte er Unterhaltung bekommen und Spaß haben. Daneben verliert er dann noch ein paar Hundert Dollar. Er sollte nicht zuviel verlieren und dabei sollte er sogar noch Spaß haben. Das garantiert Las Vegas nämlich, dass er nächstes Jahr zurückkommen und dann noch ein paar Hundert Dollar verspielen und ausgeben wird. So lebt die Stadt von 20 Millionen Besuchern jährlich, die alle auf ihre Weise Spaß an der Stadt finden.
Die hohen Kosten dieser neuen Super-Casinos zwangen die Gesellschaften immer mehr Auslagen zu riskieren, ehe sie in das operative Geschäft einsteigen konnten. Entweder teure Kredite oder die Partnerschaften mit anderen Casinos, welche den Trend aufzeigen würden. Heute ist Las Vegas auf dem Weg, von Finanzgesellschaften und Partnerschafts-Organisationen kontrolliert zu werden.

Direkt links neben dem "Monte Carlo" Hotelcasino war noch genügend Platz für ein weiteres Projekt. Die Bautätigkeiten begannen bereits, als das "Monte Carlo" eröffnet wurde. Am 3. Januar 1997 wurde das "New York New York" Hotel und Casino eröffnet, welches die Ecke Tropicana/Las Vegas Boulevard mit 4 Hotels füllen würde. Eine Mini-Skyline von New York, die am Strip unschwer zu erkennen ist, und ein Roller Coaster, der die Touristen in Höchstgeschwindigkeit um das Casino herumfährt, war die neue Attraktion am Vegas Strip. Steve Wynn, der sehr daran interessiert war, das "New York New York" zu übernehmen, scheiterte. Die Top Lage sollte dem Unternehmen künftig Riesengewinne erwirtschaften. Insbesondere nach dem 11.September 2001 waren die patriotischen Amerikaner natürlich mehr daran interessiert, ihr Geld im "New York" Hotel zu verspielen, als es auf der anderen Straßenseite im orientalischen "Aladdin" zu riskieren.

[bild:2]Die federführende Kraft dieses Projektes war kein anderer als Kirk Kerkorian, den wir schon früher kennen gelernt haben. Dieser Mann besaß die Grundrechte auf die Parzelle, auf der das Casino heute steht. Die Restfinanzierung und Partnerschaft ging Kerkorian mit Gary E. Primm und dessen "Primadonna Ressorts Incorporated" ein, einer Casino-Gesellschaft mit einem höchst-profitablen Unternehmen direkt an der Staatsgrenze zwischen Nevada und Kalifornien. Kirk Kerkorian stellte das Land zur Verfügung und "Primadonna Ressorts" finanzierte 42 Millionen Dollar Cash, damit das 460 Millionen Dollar teure Projekt gestartet werden konnte.

Für den Besucher ist das "New York New York" Hotel und Casino das wohl äußerlich interessanteste und bestaunenswerteste Hotel überhaupt. Das ganze Gebäude besteht aus 12 verschiedenen Hochhäusern, die der Skyline von New York abgeschaut wurden, selbstverständlich auch mit dem Empire State Building, einer 47stöckigen Kopie, in welcher die Hotelzimmer untergebracht sind. Direkt vor dem Casino steht eine 50 Meter hohe Imitation der Freiheits-Statue, wie wir sie aus New York City kennen. Selbstverständlich darf auch die Brooklyn Bridge nicht fehlen. Eine 100-Meter lange Kopie davon befindet sich vor dem Casino und kann von den vorbeiströmenden Touristen-Massen begehen werden.

Wer das Casino von innen betrachtet, wird keinen großen Unterschied zu all den anderen Super Casinos am Strip feststellen. Es gibt auch hier über 2000 Slotmachinen und rund 75 Spieltische, an denen man Black Jack und sonstige Glücksspiele angeboten bekommt. Das [bild:3] Casino wurde ganz und gar im New York Thema gebaut, welches aufgrund der tragischen Anschläge vom 11. September wohl oder übel dazu verurteilt war, erfolgreich zu sein. Wer als Besucher in dieses Casino kommt, dem werden die Menschenmassen auffallen, die sich dort drin aufhalten. Voll besetzte Spieltische und reihenweise klirrende und piepsende Spielautomaten, die für Umsätze in astronomischen Größen sorgen. Die Hotelzimmer sind in unzähligen verschiedenen Dekors geschmückt, welches an die Vielfältigkeit der Kulturen in New York erinnern soll. Das Casino hat einen "Financial District" (Wallstreet Börse), wo sich die Hauptkasse des Casinos befindet und wo man seine Chips in Bargeld umtauschen kann. "Central Park" ist der Bereich, in dem die Spieltische angeordnet sind und wo man sich zum Spielen und Verweilen begegnet; "Park Avenue" hat unzählige Geschäfte; "Penn Station" und "Grand Central Station" bieten einen guten Überblick über das gesamte Casinogeschehen auf dem unteren Casino-Level. Im Casino verteilt gibt es die unterschiedlichsten Restaurants, wo man Italienische, Chinesische, Kontinentale Küche und vieles mehr findet. Damit der Besucher sich halbwegs zurechtfinden kann, wurden auf dem Boden Straßennamen und Wege gemalt, inklusive Fußgängerstreifen, damit sich die Touristen nicht verlaufen können.

Während es am Las Vegas Strip immer extremer wurde, spürte man an einem anderen Ort den Schwund der Touristen. Die Casinos von Downtown Las Vegas hatten einen enormen Umsatz-Rückgang zu verzeichnen. Niemand war interessiert, in diese etwas älteren und nicht so super-modernen Casinos zu gehen, nicht zuletzt auch deswegen, weil das Downtown auch oft als Treffpunkt für Gestalten aus der Unterwelt und Kriminalität gewählt wurde.. Um dem Ganzen etwas entgegen zu wirken, mussten sich die Downtown Casinos etwas einfallen lassen. Das Stichwort war Freemont Experience. Und darüber erfahren Sie mehr im nächsten Teil.

Rundgang durch Las Vegas

Siehe auch:
Neue Reportagen: Gambling in Las Vegas
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 1)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 2)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 3)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 4)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 5)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 6)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 7)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 8)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 9)
Geschichtlicher Rückblick Las Vegas (Teil 10)


copyright by ISA-CASINOS

Quelle: ISA CASINOS Presseagentur

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