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Veröffentlicht am 27.04.2001 16:00 Uhr

Toller Auftritt des Bad Neuenahrer Croupiers Hans-Joachim Reisner in Harald Schmidts Late Night-Show.

Köln/Bad Neuenahr. Die "große Roulettenacht" mit dem "Casino Bad Neuenahr" kündigte am Freitagabend Harald Schmidt in seiner kultigen "Late Night-Show" in SAT 1 an. Im Fokus der Scheinwerfer und Kameras saß Croupier Hans-Joachim Reisner und stand der Original-Roulettetisch und Spielkessel der Spielbank Bad Neuenahr. Ein "Spieltechniker", so die offizielle Berufsbezeichnung, mit 28jähriger Berufserfahrung und langjähriger Übung in der Präsentation seines Berufes und seines Arbeitgebers aus vielen TV- und Rundfunkproduktionen in der Spielbank an der Ahr.

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Bad Neuenahr's Mann bei Harald Schmidt: Hans-Joachim Reisner.
Foto: © Spielbank Bad Neuenahr / PressebüroGerrit Mitter

Gewappnet mit viel Sachkenntnis als Croupierausbilder und zudem noch wortgewandt und schlagfertig, konnte ihn auch die spitzzüngigste Bemerkung des deutschen Chefsatirikers im Fernsehen nicht aus der Ruhe oder in Rage bringen. "Warum sind denn alle Jetons farbig", fragte scheinheilig unwissend Schmidt. "Geldscheine sind's doch auch", konterte Reisner cool. Eine spannende, unterhaltsame und auch lehrreiche Lektion in Sachen Glücksspiel erlebte das Millionenpublikum. Immer wieder leuchtete der weiße Schriftzug "Spielbank Bad Neuenahr" auf dem grünen Filz des Spieltableaus aus der Vogelperspektive aufgenommen werbewirksam für das Casino und die Stadt im Bild.

Nicht mit auch nur dem geringsten Hauch von PR behaftet, schaffte es Reisner in der Kultsendung das Frage- und Antwortspiel zu einer Werbung für gleich alle deutschen Spielbanken und insbesondere des Casinos an der Ahr zu gestalten. Nein, ein Lehrberuf sei Croupier leider nicht. Aber sieben Jahre dauere es schon in der hauseigenen Schulung, um alle Spiele vom Roulette bis zum Baccara in der Spielbank perfekt zu beherrschen. Womit er auch den Überblick der Croupiers am Tisch begründete, den Harald Schmidt so "faszinierend" fand.

"Dürfen sie denn auch spielen", hatte ein Mitspieler der Demonstration im Studio eine scheinbare Fangfrage aus den Köcher gezogen. "Unserer Leitung sieht's nicht gern", räumte Reisner ein. "Aber sagen sie mal: Ist ihr Metzger Vegetarier", löste er sich clever aus der Zange. Was ihm einmal mehr den spontanen Beifall der Late Night-Gäste im Kölner Studio einbrachte. Übrigens hatte sich der Croupier aus Bad Neuenahr gut vorbereitet. Einige Sendungen vorher studierte er intensiv und mit der Spielbank-Marketingleiterin Sandra Berns übte er den Ernstfall auch noch so unmöglicher Fragen.

Vor der Aufnahme der Sendung am Freitagnachmittag besuchte ihn Harald Schmidt ganz locker in der eigens Reisner vorbehaltenen Garderobe, stellte sich vor, wechselte einige Worte. Bis es direkt vor die Kamera und das Publikum ins kalte Wasser vor den heißen Scheinwerfern ging.

Eigentlich wollte der Neuenahrer Croupier nach der Show in Köln noch schick essen gehen. Aber wegen der Original-Jetons für die Aufzeichnung, die mit Gewicht und Wert von fast 17 000 Mark im kleinen Koffer drückten, fuhr er gleich zurück an die Ahr. Um sich am Abend die aufgezeichnete Sendung Zuhause mit der Familie anzuschauen. "Danach stand bei uns das Telefon bis lange nach Mitternacht nicht mehr still".


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