Pressemeldung Wissenschaftliches Forum Glücksspiel
Die
Universität Hohenheim nimmt in Ihrem Newsletter vom 29.05.2008 Stellung zu dem Gefährdungspotential von Pokerspielen. Hier verweist sie explizit auf "unser" Mess- und Bewertungsinstrument zum Gefährdungspotential von Glücksspielprodukten (vgl.
https://gluecksspiel.uni-hohenheim.de/newsletter.html).
Zunächst soll richtig gestellt werden, dass dieses wissenschaftliche Tool nicht von der Universität Hohenheim sondern vom
Wissenschaftlichen Forum Glücksspiel entwickelt wurde unter Beteiligung nachfolgender, interdisziplinärer Wissenschaftler:
Prof. Dr. Tilman Becker, Universität Hohenheim,
Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Universität Mainz,
Prof. Dr. Reiner Clement, FH Bonn-Rhein-Sieg,
Prof. Dr. Jörg Ennuschat, Universität Konstanz,
Prof. Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli (†), Universität Mainz,
Prof. Jörg Häfeli, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit,
Prof. Dr. Gerhard Meyer, Universität Bremen,
Dipl.-Psychologin Chantal Mörsen, Universität Mainz,
Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren, FH Bonn-Rhein-Sieg,
Martin Reeckmann, selbständiger Rechtsanwalt,
Prof. Dr. Wiltrud Terlau, FH Bonn-Rhein-Sieg.
Initiiert wurde dieses Forschungsprojekt von der
Deutschen Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V., Bonn sowie der
ARD Fernsehlotterie, Hamburg.
Das Mess- und Bewertungsinstrument zum Gefährdungspotential von Glücksspielprodukten befindet sich gegenwärtig noch in der empirischen Validierung. Es wird wahrscheinlich zum Ende dieses Jahres fertiggestellt und zur Anwendung freigegeben werden können. Zuvor können mit diesem Tool
keine Bewertungen von Glücksspielprodukten vorgenommen werden, so dass den Aussagen von Herrn Rechtsanwalt Axel Mittig im Branchen-Informationsdienst
www.isa-guide.de zu Pokerspielen/-verboten, die implizit aufgrund dieses wissenschaftlichen Instrumentes getroffen werden, gegenwärtig einer solchen wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Das Wissenschaftliche Forum Glücksspiel möchte sich deshalb ausdrücklich von dieser und Aussagen solcher Art zum aktuellen Zeitpunkt distanzieren.
Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren
Wissenschaftlicher Projektleiter | Martin Reeckmann
Rechtsanwalt |
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