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Flagge: Germany Step by Step in die Karibik: Jetzt träumt Matthias vom Finaltisch

Veröffentlicht am 26.12.2007 16:14 Uhr

Als Chris Moneymaker 2003 als absoluter Nobody den Main Event der World Series of Poker gewann, nahm der Pokerboom so richtig Fahrt auf. Die Variante Texas No-Limit Hold'em war in aller Munde. Auch viele erfolgreiche Schachspieler erkannten das Potential des Spiels, für das die gleichen strategischen Fähigkeiten, Mathematik und Psychologie, erforderlich sind. Zudem gab es einen entscheidenden Unterschied, der die Schachspieler reizte: Poker ist lukrativer, denn gutes Spiel wird wesentlich besser bezahlt als beim Schach. Davon ließ sich auch Matthias Willsch überzeugen. Der 42-Jährige spielte in der Saison 2004/2005 für den Preetzer TSV in der Schachbundesliga, "und bei unserem Reisepartner Hamburger SK gab es damals schon einige Pokerprofis. Einer meiner Mannschaftskameraden hatte Schachtraining bei Großmeister Matthias Wahls, der gerade von dem 'Virus' befallen war", erinnert sich der Kieler. "Auf einer Zugfahrt nach Baden-Baden hat er mir davon berichtet und gleich nach meiner Rückkehr eröffnete ich schon meinen ersten Account im Internet."

Seitdem treibt der Sparkassenbetriebswirt in seiner Freizeit regelmäßig und erfolgreich als Willi123 bei PokerStars sein Unwesen, bevorzugt beim Cashgame, "denn es müssen schon mehrere Tische gleichzeitig sein und ich habe im Cashgame schon sehr gute Gewinne eingefahren. Turniere spiele ich dagegen nur nebenbei, selten auch mal live." Ein paar Erfolge bei Liveturnieren hat Matthias dennoch vorzuweisen, drei Finaltische mit vierstelligen Gewinnen stehen bereits zu Buche. Zuletzt erreichte er im Juli bei einem € 100-Rebuy-Turnier im Rahmen der Poker Wörthersee Trophy & Casino Velden Masters in Österreich den Finaltisch und letztlich Platz fünf. Den Sieg holte sich dort der bekannte einheimische Profispieler Erich coolman Kollmann. "Erich hat an diesem Abend wahnsinnig gute Karten bekommen. Da waren allein dreimal Pocketaces und viermal As-König dabei, der musste das Turnier gewinnen. Leider saß er links neben mir, hat fast jede zweite Hand geraist und sich nebenbei auch noch den ein oder anderen Drink gegönnt", schmunzelt Matthias noch heute, wenn er an diesen Finaltisch zurückdenkt.

Das bisher größte Ereignis steht dem Familienvater, der verheiratet ist und eine Tochter (acht Jahre) hat, aber noch bevor. "Die Teilnahme am PCA im Januar wird unabhängig vom Erfolg sicherlich mein bisher schönstes Erlebnis in Verbindung mit Poker werden. Ich habe noch nie an einem so wichtigen Turnier teilgenommen. Ein toller Jahresauftakt", freut sich Matthias auf das kommende PokerStars Caribbean Adventure auf den Bahmas (5. bis 10. Januar 2008). Sein Ticket für den Event, der zur European Poker Tour zählt, hat er sich über die neuen Step-Sit-and-Go-Qualifier bei PokerStars erspielt. "Ich habe gerade Cashgame gespielt, aber auf meinem Limit waren nur sechs oder sieben Tische offen. Also habe ich nach Turnieren gesucht, die ich nebenbei spielen kann und bin bei den Stepturnieren zur PCA gelandet." Ca. $ 100 investierte er und schaffte es problemlos bis zur sechsten Stufe: "Dort habe ich mir dann die Variante ausgesucht, bei der es nur ein Ticket gab, dafür aber noch sechs weitere Geldpreise. Mit einigem Glück habe ich das Turnier dann sogar gewonnen."

Und die Form von Matthias vor diesem Großereignis scheint weiter zu stimmen. Am vergangenen Sonntag spielte Willi123 beim Sunday Million, erreichte Platz 14 und füllte so die Reisekasse mit über 6.000 Dollar auf. "Ich hatte am Montag frei und konnte so endlich mal beim Million mitspielen. Am Ende habe ich aber zwei Hände schlecht gespielt und so den Finaltisch verpasst", war Matthias nicht ganz zufrieden. Dafür, dass im neuen Jahr sein großer Traum "mal ein Major Event wie die EPT zu gewinnen oder zumindest einen Finaltisch zu erreichen" bereits in der Karibik in Erfüllung geht, drückt IntelliPoker fest die Daumen. Aber unabhängig vom Abschneiden wird es sicherlich ein aufregendes Erlebnis für Matthias werden, schließlich besteht für ihn auch die Möglichkeit, sich mit großen Namen der Pokerwelt zu messen. Einen echten Favoriten hat er zwar nicht, "denn es gibt sehr viele gute Spieler, aber Daniel Negreanu finde ich besonders sympathisch. Ihn kennenzulernen wäre schon toll."
Quelle: http://www.intellipoker.com


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