Unmut auf beiden Seiten - platzt der Deal?
Veröffentlicht am 20.12.2007 05:00 Uhr
Wie bereits berichtet, wurde ein Entschädigungsvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union vor der Welthandelsorganisation (WTO) ausgehandelt. Doch kaum ist die Tinte unter dem Vertrag getrocknet, werden auch schon erste Zweifel an der Rechtsgültigkeit laut. Denn allem Anschein nach hätten die Vertreter der Vereinigten Staaten noch eine Genehmigung des amerikanischen Kongresses benötigt.
Aber auch auf der Seite der Onlineanbieter, die durch die Remote Gambling Association (RGA) vertreten werden, herrscht Unmut über den Ausgang. Zwar wird die Europäische Union, die ja erst nach der Intervention durch die RGA geklagt hatte, entschädigt, doch es wird kein Geld in Richtung der Internet-Glückspielanbieter fließen. Diese werden nun durch verstärkte Lobbyarbeit versuchen, ihren Wiedereintritt auf den US-Markt zu erreichen.
Außerdem stehen derzeit noch weitere Entscheidungen zwischen den USA und anderen WTO-Mitgliedstaaten aus. Australien, Costa Rica, Kanada, Macau (China) und allen voran Antigua-Barbuda stehen im Clinch mit den Vereinigten Staaten. Je nachdem, wie das Urteil, ausfällt, könnte dies noch einmal einen Umschwung für den viel umworbenen US-Markt bedeuten. Wenn dann auch noch der Vertrag zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten für ungültig erklärt wird, werden die Verhandlungen mit Sicherheit wieder aufgenommen und die Onlineanbieter könnten am Ende vielleicht doch noch von ihrer Initiative profitieren.
Quelle: http://www.intellipoker.com
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