Finanz räumte Spielhölle aus!
Veröffentlicht am 27.12.2005 17:53 Uhr
Razzia - Kurz vor Weihnachten beschlagnahmten Beamte des Finanzministeriums in zwei Amstettner Lokalen illegale Spielautomaten.
VON HANNES HIRTENLEHNER
AMSTETTEN / Gleich an zwei Adressen in Amstetten konnten Finanzbeamte kürzlich illegale Glückspielautomaten beschlagnahmen. In der Wiener Straße wurde überhaupt ein illegales Casino aufgedeckt. Wilfried Lehner, zuständig für die Koordination der Betrugsbekämpfung im Bundesministerium für Finanzen, berichtet: "Dort fanden die Beamten eine Spielhölle vor, die vom Roulettetisch bis zu diversen Automaten voll ausgestattet war. Offiziell gab es keinen Eigentümer der Geräte. Jetzt wird ermittelt, wer als Betreiber auftrat. Dann geht es natürlich darum, wie lange und mit welchem Erfolg die Spielhölle betrieben wurde."
Langwierige Vorbereitung machte Aktion zum Erfolg
Im Rahmen des landesweiten Aktionstages kontrollierten Finanzbeamte an 22 Einsatzorten in ganz Niederösterreich in Zusammenarbeit mit Beamten der Zollwache und teilweise der Polizei. Nur bei einer Adresse wurden sie nicht fündig.
"Der Einsatz war von langer Hand vorbereitet. Die verdächtigen Lokale wurden schon seit Wochen und Monaten überwacht und dann alle zeitgleich besucht", erklärt Lehner den Erfolg der Aktion, die erstmals flächendeckend in ganz Niederösterreich durchgeführt wurde. Die Finanzbeamten mussten lange und gründlich geschult werden. Denn beim Einsatz mussten sie rasch erkennen, ob tatsächlich illegales Glückspiel vorliegt. "Es gibt halblegale Geräte, die sich von harmlosen Geschicklichkeitsspielen auf illegale Glücksspiele umschalten lassen. Die neueste Spielart sind Wett-Terminals, mit denen auch illegales Glücksspiel betrieben werden kann", infomiert Lehner.
Im Amstettner Spielcasino in der Wiener Straße waren auch sämtliche Beschäftigte illegal tätig. "Die Aktion wird mit Sicherheit wiederholt", kündigt Lehner nach den erfolgreichen Kontrollen an.
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