English Montag, 13. Februar

Flagge: Germany VfL Pinneberg vs. Herner TC ISA-Casinos

Veröffentlicht am 29.09.2005 06:31 Uhr

Von Anna Diekmann u. Friederike Hüll

ISA-CASINOS Sportsponsoring: Das erste Saisonspiel in der 2. Bundesliga vor 250 Zuschauern begann sehr nervös.

Wir hatten ziemlich Respekt vor dem Herner TC, der in der Presse als der Geheimfavorit dieser Saison galt. So lagen wir nach dem 1. Viertel schon mit 13 Punkten zurück. Unser Ziel hieß also etwas näher ranzukommen. Das erfüllten wir und waren zur Halbzeit wieder mit 5 Punkten dran. Wir hatten unser Selbstvertrauen wieder und spielten das 3. Viertel sehr ausgeglichen. Die Körbe fielen auf beiden Seiten, so dass wir im 4. Viertel noch einmal ordentlich Gas geben mussten. Unsere starke Zonenverteidigung bereitete Herne Probleme, so dass wir kurzfristig sogar in Führung gingen. Allerdings gaben wir diese schnell wieder ab. Es wurde ein sehr spannender Kampf für die Zuschauer in den letzten Minuten. Am Schluss gewannen wir dann mit 3 Punkten, dank schöner Schrittfehler der Gegner und souveräner Freiwürfe von unserer Seite, das Spiel. Welch ein Auftakt!!!
Wir bedanken uns bei unseren Fans, die uns bei unserem 1. Saisonspiel so zahlreich unterstützt haben

Artikel Pinneberger Tageblatt:


Von Dirk Jenßen

Pinneberg. Was für eine Dramtik und was für ein Zweitliga-Auftakt für die Basketballerinnen des VfL Pinneberg! Nur noch wenige Sekunden waren in der THS-Halle gegen den Mitaufsteiger Herner TC noch zu spielen - Spielstand 67:68 für den HTC: Die Gäste vergeben unter ohrenbetäubendem Lärm der etwa 220 VfL-Fans zwei Freiwürfe. Im Gegenzug zieht Mareike Nagel zum Korb, wird gefoult und verwandelt ihrerseits nervenstark beide Strafwürfe zur 69:68-Führung.

Herne, jetzt sichtlich verunsichert, leistet sich einen dummen Schrittfehler und mit der Schlusssirene bekommt Annika Höpfner zwei Freiwürfe, die sie zum 71:68-Endstand verwertet.

[bild:1] "Wir waren im ersten Viertel noch ziemlich nervös, haben uns dann aber Schritt für Schritt zurückgekämpft",
fasste Pinnebergs Coach Derek Wilfert den "Krimi" zusammen und ging erst einmal eine rauchen. 14:27 hieß es nach zehn Minuten und es musste einem bange sein, dass die historische Zweitliga-Premiere des VfL zum Desaster geraten würde. Doch Wilferts Zielsetzung vor dem zweiten Abschnitt, "bis zur Halbzeit auf 10 Punkte heranzukommen", setzten seine aufopferungsvoll kämpfenden Mädels mit Bravour um. Zur Pause betrug der Rückstand nur noch fünf Zähler (34:39).

Nun ging es bis Spielende hin und her. Zwischenzeitlich führten sogar einmal die Kreisstädterinnen 42:41, doch vor dem Schlussabschnitt lagen wieder die Gäste mit 57:51 in Front. Insbesondere die vom eigenen Brett abprallenden Bälle gingen ein ums andere Mal zurück an die Hernerinnen, die allerdings mit zunehmender Spieldauer ihre Souveränität und Treffsicherheit verloren. "Wir haben selbst Schuld, hatten das Spiel schon im Sack", ärgerte sich Gästetrainer Marek Piotrowski. Zudem vermutete er, dass seine Mannschaft "wohl nicht wusste, dass ein Spiel 40 und nicht 30 Minuten dauert".

Wilfert hingegen war angetan von der Geschlossenheit seiner Truppe: "Wenn es bei einigen nicht läuft, springen andere in die Bresche."


Artikel Pinneberg Zeitung:

Von Frank Will

VfL-Damen siegen nach einem Krimi

Das "Abenteuer 2. Bundesliga" drohte für die Basketball-Damen des VfL Pinneberg mit einem Desaster zu beginnen, aber am Ende durfte auf dem Parkett und den Zuschauerrängen der neuen THS-Halle ausgelassen gejubelt werden: Vor 220 Fans kämpften die Pinnebergerinnen Mitaufsteiger Herner TC trotz eines 14:27-Rückstandes nach dem ersten Viertel nieder und siegten 71:68 (34:39).

Schwer gezeichnet von der hektischen Schlußphase, in der seine Spielerinnen ausschließlich mit verwandelten Freiwürfen einen 66:68-Rückstand aufholten, mußte VfL-Coach Derek Wilfert nach Spielende erst einmal durchatmen. "Toll, daß die Mädchen ihre Anfangsnervosität später abgestreift und nie aufgegeben haben", freute sich der 32jährige über den erfolgreichen Einstand in der zweithöchsten Spielklasse.

In der 2. Bundesliga "angekommen" schienen die Pinnebergerinnen gegen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, deren Star Christina Zeyen (Ex-Nationalspielerin und zweimal deutscher Meister mit dem BTV Wuppertal) fehlte, tatsächlich erst im zweiten Viertel - dank der Umstellung auf eine für die VfL-Damen eher untypische Zonenverteidigung (Wilfert: "Damit ist Herne nicht zurechtgekommen").

Zur Kampfkraft gesellte sich im Schlußabschnitt Nervenstärke: Elf von zwölf Freiwürfen verwandelten die VfL-Damen, während eine Gästespielerin beim 68:67 für Herne zweimal scheiterte. Mit zwei Punkten auf dem Konto können die Pinnebergerinnen nun am Sonnabend relativ gelassen zur BG Zehlendorf reisen.

Statistik: Viertel: 14:27, 20:12, 17:18, 20:11.

VfL (Punkte): Nagel (18), Höpfner (15), Paulsieg (12), Rennefeld (10), Eisbein (5), Haack (4), Kliewer (3), Diekmann, Drews (je 2), Gloor, Remer.
fwi


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